„Farbe ist Bewegung – und Bewegung ist Leben.“
– Liane Collot d’Herbois

Im Waldorfkindergarten spielt das künstlerische Tun eine bedeutende Rolle. Regelmäßig malen die Kinder mit Aquarellfarben. Der Maltisch wird dafür liebevoll vorbereitet – mit Malunterlagen, Aquarellpapier, Wassergläsern sowie den drei Grundfarben Rot, Gelb und Blau. Jedes Kind zieht zum Schutz der Kleidung einen Malkittel an, um sich ganz auf das Malen einlassen zu können.

Beim Aquarellmalen in der Nass-in-Nass-Technik steht das Erleben der Farben im Mittelpunkt – nicht das fertige Bild. Damit die Phantasie der Kinder frei fließen kann, geben wir keine konkreten Vorgaben. Zu Beginn unseres gemeinsamen Aquarellmalens singen wir das Lied vom Regenbogen
und seinen bunten Farben. 

Dann beginnt das Malen.

Die Pädagogin ist dabei ein tätiges Vorbild, und es entsteht eine kreative Arbeitsatmosphäre, in der es auf jedem Aquarellblatt Neues zu entdecken gibt – sowohl im eigenen Werk als auch bei den kleinen Kunstwerken der anderen Kinder. Jedes Kind malt in seinem eigenen Tempo und beendet das Bild dann, wenn es für sich selbst „fertig“ ist.

Das kreative Tun und das Erleben des eigenen Schaffens fördern die kindliche Entwicklung auf vielfältige Weise – seelisch, geistig und motorisch.